Die taz Panter Stiftung im Interview
Was ist die zentrale Mission der taz Panter Stiftung? Welche Werte und Ideen stehen im Zentrum ihrer Arbeit?
Die Stiftung setzt sich seit 2008 für einen unabhängigen, kritischen und vielfältigen Journalismus ein. Im Mittelpunkt unserer Arbeit stehen Pressefreiheit, soziale Gerechtigkeit, Diversität, Transparenz und demokratische Teilhabe. Wir verstehen Journalismus als öffentliches Gut, als Voraussetzung für informierte Meinungsbildung und eine lebendige Demokratie.
Wie sehen Sie die Lage von kritischem und investigativem Journalismus gerade in Zeiten von Fake News und zunehmendem politischen Druck auf Medien?
Investigative Recherchen, Einordnung und sorgfältige Faktenprüfung sind ein Gegengewicht zu Fake News und Polarisierung. Gleichzeitig braucht es Strukturen, die Journalist*innen finanziell, rechtlich und gesellschaftlich den Rücken stärken. Stiftungen können Freiräume schaffen, die der Markt allein nicht mehr gewährleistet.
In den USA wird die Presse immer wieder angegriffen. Wie schätzen Sie die Situation für unabhängige Medien in Europa ein?
Auch hier erleben wir Angriffe auf Journalist*innen, Diffamierung unabhängiger Medien und politische Einflussversuche. In einigen Ländern ist die Pressefreiheit bereits deutlich eingeschränkt, in Deutschland wachsen zudem der ökonomische Druck, die Verrohung des öffentlichen Diskurses und die Skepsis gegenüber Medien. Umso wichtiger ist es, früh gegenzusteuern und unabhängige journalistische Arbeit langfristig zu stärken.
Wie fördert die taz Panter Stiftung unabhängige Medien konkret?
Die Stiftung fördert Nachwuchsjournalist*innen durch Workshops und ein Volontariat-Programm mit Fokus auf Diversität. Ein weiterer Schwerpunkt ist der Schutz von Journalist*innen aus Kriegs- und Krisengebieten, etwa durch das Rest & Resilience Stipendium. Darüber hinaus organisieren wir internationale Projekte und Workshops und ermöglichen Recherchereisen. Gemma Terés Arilla, Leiterin und Vorstand der taz Panter Stiftung
Foto: Anke Phoebe Peters |