NEWSLETTER

AUSGABE 03 | MÄRZ 2026

 

Liebe Mitglieder, liebe Freunde der Berliner Stiftungen,

auch in dieser Ausgabe halten wir Sie über Aktuelles aus dem Berliner Stiftungswesen auf dem Laufenden. Sie finden Hinweise auf kommende Termine, Einblicke in Entwicklungen aus dem Sektor sowie ausgewählte Informationen, die für Ihre Arbeit relevant sind.

Wir freuen uns, wenn der Newsletter Sie bei Ihrer täglichen Stiftungsarbeit unterstützt und Anknüpfungspunkte für Austausch und Vernetzung bietet.

Viel Freude beim Lesen!

Ihr Team von Berliner Stiftungen e.V.

 

Kommende Veranstaltungen – Save the Date!

14. bis 24. April | Berliner Stiftungswoche 2026
»WARUM DIE ZUKUNFT UNS BRAUCHT«
Informationen zur Anmeldung: FAQs

14. April | Berliner Stiftungsrede 2026 | Rotes Rathaus
Stiftungsredner: Prof. Dr. Norbert Lammert
Zur Anmeldung

Mai 2026 (Datum tbd.)
Veranstaltung in Kooperation mit der Stiftungsaufsicht Berlin

Juni 2026 (Datum tbd.) | Mitgliederversammlung 2026
Offizielle Einladung folgt

 

Aus dem Netzwerk

Stiftung Naturschutz Berlin zieht ins »Haus der Stadtnatur«

Die Stiftung Naturschutz Berlin schlägt nach 45 Jahren in der Potsdamer Straße ein neues Kapitel auf: Im Sommer 2026 zieht sie gemeinsam mit der Berliner Landesarbeitsgemeinschaft Naturschutz (BLN) und weiteren Partnern in die Lehrter Straße 17 nahe dem Hauptbahnhof. Dort entsteht das »Haus der Stadtnatur«, ein zentraler, offener Ort für Naturschutz, Umweltbildung und Vernetzung mitten in Berlin.

Das Abgeordnetenhaus von Berlin hat dem Kauf der Immobilie am 29. Januar 2026 einstimmig zugestimmt, was ein starkes Zeichen für die Zukunft des Naturschutzes in der Stadt ist. Im neuen Haus werden Seminare, Workshops und Veranstaltungen der Naturschutzakademie stattfinden; zudem entstehen Büro- und Begegnungsräume für Ehrenamtliche, Initiativen und Verbände. Auch der Innenhof soll ökologisch aufgewertet und zu einem kleinen Biotop umgestaltet werden.

Mit dem Haus der Stadtnatur schafft die Stiftung einen Ort, an dem Naturschutz sichtbar und gemeinschaftlich wird und leistet damit einen wichtigen Beitrag zu Lebensqualität, Klimaschutz und Artenvielfalt in der wachsenden Metropole.

Foto: Angermann

Politisches Stiftungsfrühstück: Arbeiten in gemeinnützigen Organisationen

Im Rahmen der Berliner Stiftungswoche 2026 laden wir in Kooperation mit der Stiftung Zukunft Berlin zum Politischen Stiftungsfrühstück ein. Die Veranstaltung findet am Dienstag, 14. April 2026 um 08:30 Uhr im Capital Club statt. Im Zentrum steht die Frage, wie demokratisch gemeinnützige Organisationen nach innen aufgestellt sind und welche Auswirkungen dies auf ihre Glaubwürdigkeit nach außen hat.

Stiftungen, NGOs und zivilgesellschaftliche Initiativen engagieren sich für Teilhabe, Vielfalt und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Doch demokratische Resilienz entsteht nicht nur durch Programme oder öffentliche Positionierungen, sondern ebenso durch Arbeitskulturen, Mitbestimmungsstrukturen und Führungsstile im Inneren von Organisationen. Ausgehend von Studien und praktischen Erfahrungen diskutieren Vertreter aus Zivilgesellschaft, Politik, Wirtschaft und Wissenschaft über Strategien demokratischer Organisationsentwicklung, Spannungsfelder zwischen Effizienz und Beteiligung sowie über gute Beispiele aus der Praxis.

Nachdem die gemeinsame Veranstaltung zur Kleinen Anfrage der CDU im April 2025 auf so großes Interesse stieß, haben wir uns entschieden, das Thema der politischen Betätigung erneut aufzugreifen. 

Weitere Informationen finden Sie hier.

Neue Publikation der Maecenata Stiftung

Die Maecenata Stiftung hat eine neue Analyse zur Debatte um die politische Neutralität zivilgesellschaftlicher Organisationen veröffentlicht. Roland Roth, Sebastian Unger und Sascha Nicke untersuchen darin die rechtlichen Grundlagen politischen Engagements gemeinnütziger Organisationen in Deutschland.

Vor dem Hintergrund parlamentarischer Anfragen und zunehmender Angriffe auf zivilgesellschaftliche Akteure zeigt die Studie, dass ein allgemeines Neutralitätsgebot ausschließlich staatliche Stellen bindet. Gemeinnützige Organisationen müssen parteipolitisch neutral bleiben, dürfen sich jedoch im Rahmen ihrer Satzungszwecke politisch äußern und engagieren. Auch bei staatlicher Förderung ergeben sich Einschränkungen nicht pauschal, sondern aus den jeweiligen Förderbedingungen.

Die Autoren plädieren dafür, Fehlinterpretationen des Neutralitätsbegriffs entgegenzutreten und das Gemeinnützigkeitsrecht so weiterzuentwickeln, dass zivilgesellschaftliches Engagement für demokratische Grundwerte rechtssicher gestärkt wird.

Die Publikation steht kostenfrei auf der Website der Maecenata Stiftung zum Download bereit.

Ausschreibung: Daniel-Haufler-Stipendium USA 2026

Die taz Panter Stiftung schreibt für 2026 erneut das Daniel-Haufler-Stipendium aus. Das Stipendium richtet sich an Journalisten aus dem deutschsprachigen Raum, die im Herbst 2026 in die USA reisen möchten, um dort zu recherchieren, Kontakte zu knüpfen und Einblicke in Medien, Institutionen und politische Prozesse zu gewinnen.

Vor dem Hintergrund aktueller politischer und gesellschaftlicher Entwicklungen in den USA soll das Stipendium unabhängige, differenzierte Berichterstattung stärken und transatlantische Perspektiven fördern. Die Recherchen werden im Anschluss veröffentlicht.

Bewerbungsschluss ist der 8. März 2026. Weitere Informationen zur Ausschreibung und zu den Bewerbungsbedingungen finden Sie hier.

 

Aus dem Verein

Neue Mitarbeiterin in der Geschäftsstelle

Wir freuen uns sehr, Syndi Bienert als neue Mitarbeiterin im Team begrüßen zu dürfen.

Diese personelle Verstärkung wird durch die Unterstützung der Andreas Gerl Stiftung ermöglicht. Sie fördert damit gezielt die Erweiterung unseres Stiftungsnetzwerks zur Schaffung von Synergien und Sichtbarkeit.

In den kommenden Monaten wird Syndi Bienert uns insbesondere bei der Gewinnung neuer Mitglieder sowie von teilnehmenden Organisationen und Stiftungen für die Berliner Stiftungswoche unterstützen.

 

Was macht eigentlich...?

Tamaja im Interview
 
Wofür steht Tamaja und was möchten Sie mit Ihrer Arbeit konkret bewirken?
 
Tamaja steht für sinnvollen gesellschaftlichen Wandel. Mit unserem Handeln wollen wir die Gesellschaft bewegen, hin zu mehr Selbstbestimmung und einem friedlichen Miteinander. Unser Ziel: Jeder Mensch soll ein selbstbestimmtes Leben führen können, und alle sollen ein friedliches Miteinander finden.
 
Warum sind Begegnungsräume wie Tamaja heute besonders relevant?
 
Unsere Begegnungsräume werden umso wichtiger, je mehr Menschen übereinander statt miteinander reden. Orte der milieuübergreifenden Begegnung werden immer seltener, und Meinungen über „die anderen" entstehen, ohne dass man sich persönlich kennt. Die Bedeutung dieser Begegnungen wächst, weil sich viele Menschen in Lebensräume zurückziehen, in denen sie unter ihresgleichen sind. Wir wollen dieser Entfremdung entgegenwirken und wieder Raum für echte Begegnung schaffen.
 
Was ist aktuell die größte Herausforderung für Tamaja?
 
Die größte Herausforderung ist die schwindende gesellschaftliche Anerkennung für zivilgesellschaftliche und soziale Arbeit. Uns bereitet große Sorge, dass insbesondere junge Menschen den Wert des gesellschaftlichen Zusammenhalts und des Engagements für die Gemeinschaft nicht erleben und nicht wertschätzen können. Soziale Projekte und zivilgesellschaftliches Engagement werden zunehmend nicht mehr als Investition in den sozialen Frieden verstanden, sondern nur noch als Kostenfaktor, den es zu senken gilt.
 
Michael Elias, Geschäftsführer von Tamaja Soziale Unternehmen GmbH
 
 

Die Tamaja Soziale Unternehmen GmbH ist seit Januar 2026 Mitglied im Berliner Stiftungen e.V., realisiert mehrere soziale Projekte in Berlin und erreicht täglich hunderte Menschen in ihren Begegnungsräumen. Tamaja fördert gesellschaftlichen Zusammenhalt und ermöglicht Menschen unterschiedlicher Hintergründe, sich zu begegnen, auszutauschen und voneinander zu lernen.

Weitere Informationen: www.tamaja.de

 
 

Neumitglieder

Wir heißen die Stiftung VfJ Berlin herzlich im Verein willkommen!
Die Stiftung VfJ Berlin wurde zum 1. Januar 2026 von der Vereinigung für Jugendhilfe Berlin e. V. gegründet. Die neu gegründete Stiftung führt die Arbeit des Vereins fort und schafft eine langfristige und nachhaltige Struktur für Angebote in den Bereichen Arbeit, Wohnen, frühkindliche Bildung sowie Freizeit und gesellschaftliche Teilhabe.
 

Anlässlich des 75-jährigen Bestehens des Trägers stellt die Stiftung insbesondere den Ausbau inklusiver Angebote in den Mittelpunkt, darunter die Weiterentwicklung des seit 1963 bestehenden Freizeitclubs als Leuchtturmprojekt für Inklusion.

Unser Ansprechpartner ist Robert Konzack, 1. Vorstand der Stiftung.

Mehr Infos: https://www.vfj-berlin.de/leben

Foto: Stiftung VfJ Berlin

 

Neues aus dem Sektor

Aktueller Forschungsbeitrag von More in Common

Laut einer aktuellen Untersuchung von More in Common Deutschland halten große Teile der Bevölkerung in Deutschland eine starke Zivilgesellschaft für unverzichtbar. In einer repräsentativen Online-Befragung zwischen Mai und Juli 2025 zeigt sich, dass zivilgesellschaftliche Initiativen, Vereine und Verbände mehr Vertrauen genießen als Politik, Wirtschaft oder Medien und von vielen als verantwortungsvoll für die Zukunft der Gesellschaft gesehen werden. 79 % der Befragten sagen zudem, dass solche Organisationen eine wichtige Rolle für das Funktionieren der Gesellschaft spielen.

Die Mehrheit der Menschen befürwortet darüber hinaus, dass diese Akteure sich auch politisch äußern und in Debatten einmischen. 76 % sehen das Recht auf politische Stellungnahme als legitim an. Insgesamt wünschen sich viele eine starke, unabhängige Zivilgesellschaft, die Verantwortung übernimmt und dabei helfen kann, Vertrauen in die Gesellschaft und ihre Institutionen zu stärken.

Zur ausführlichen Studie

Studie der Allianz Foundation: Wie junge Europäer die Zukunft sehen

Die Allianz Foundation hat ihre zweite Next Generations Study vorgestellt. Für die Untersuchung wurden über 8.500 junge Menschen zwischen 16 und 39 Jahren in fünf EU-Ländern befragt.

Die Ergebnisse zeigen: 65 % der jungen Europäer wünschen sich eine nachhaltige, demokratische Entwicklung jenseits eines rein wachstumsorientierten Wirtschaftsmodells. Gleichzeitig werden Spannungen sichtbar – ein Teil der Befragten äußert politische Entfremdung, 11 % halten sogar radikale Protestformen für legitim.

Dennoch bleibt das zivilgesellschaftliche Engagement hoch: 97 % geben an, sich in unterschiedlicher Form einzubringen. Die Studie liefert damit wichtige Impulse für Politik, Stiftungen und Zivilgesellschaft in Europa.

Zur ausführlichen Studie

 

Zum Mitmachen

Wir möchten den Newsletter gemeinsam gestalten!

Senden Sie uns Ihre Veranstaltungshinweise, Ausschreibungen, Projektberichte oder Personalnachrichten bis zum 25. des Vormonats an: lilli.czeslik@berlinerstiftungen.de

Schauen Sie gern vorbei und geben Sie uns Feedback!

 

Zum Schluss

»Zusammen wirken – sichtbar machen – voneinander lernen.«

Unter diesem Motto verstehen wir den Newsletter als Plattform für alle Berliner Stiftungen. Wir freuen uns auf Ihre Beiträge, Ideen und Rückmeldungen!

 
 

Verantwortlich im Sinne des Presserechts: Simon Braun

VORSTAND
Dr. Anna Kraftsoff 
Isabelle von Stechow
Steffen Schröder

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Geschäftsführung Berliner Stiftungen e.V.

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@   simon.braun@berlinerstiftungen.de
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