NEWSLETTER AUSGABE 06 | JUNI 2026

Liebe Mitglieder, 

auch in dieser Ausgabe halten wir Sie über Aktuelles aus dem Berliner Stiftungswesen auf dem Laufenden. Sie finden Hinweise auf kommende Termine, Einblicke in Entwicklungen aus dem Sektor sowie ausgewählte Informationen, die für Ihre Arbeit relevant sind.

Wir freuen uns, wenn der Newsletter Sie bei Ihrer täglichen Stiftungsarbeit unterstützt und Anknüpfungspunkte für Austausch und Vernetzung bietet.

Viel Freude beim Lesen!

Ihr Team von Berliner Stiftungen e.V.

 

Kommende Veranstaltungen – Save the Date!

11. Juni 2026⎜9:00-12:00 Uhr⎜Berlin-Saal der Zentral- und Landesbibliothek

Gemeinsam Wirkung entfalten – Stiftungen im Dialog mit der Berliner Verwaltung

Hinweis: Der Eingang zum Berlin-Saal der ZLB befindet sich in der Breiten Straße 36.

Zur Anmeldung
 

Aus dem Netzwerk

Berliner Kulturlandschaft startet Kampagne #DeineStimmeFürKultur

Mit Blick auf die Berlin-Wahl 2026 startet das Aktionsbündnis #BerlinIstKultur im Juni die Kampagne #DeineStimmeFürKultur. Zahlreiche Kulturinstitutionen, Verbände und Initiativen fordern gemeinsam eine stärkere kulturpolitische Verankerung und mehr Planungssicherheit für Kunst und Kultur in Berlin.

Im Zentrum stehen Forderungen nach verlässlichen Förderstrukturen, fairen Honoraren, dem Schutz kultureller Räume sowie einer langfristigen Absicherung von Kunst- und Kulturförderung. Bereits mehr als 480 Berliner Kulturinstitutionen und Organisationen haben die gemeinsame Erklärung unterzeichnet.

Ein sichtbarer Schwerpunkt der Kampagne ist die erste berlinweite Aktionswoche vom 10. bis 16. Juni 2026, in der Einrichtungen, Initiativen und Künstler eigene Veranstaltungen und Aktionen organisieren, um Kultur als gesellschaftlichen und demokratischen Raum sichtbar zu machen.

Alle Infos und Termine

125 Jahre Berliner Stadtbibliothek

Am 6. Juni 2026 feiert die Berliner Stadtbibliothek ihr 125-jähriges Bestehen mit einem großen Hoffest. Besucher erwartet von 15:00 bis 22:00 Uhr ein vielfältiges Programm mit Lesungen, Diskussionen, Führungen durch sonst nicht zugängliche Bereiche der Bibliothek sowie Angeboten für Familien.

Zu den Gästen zählen die International-Booker-Preisträgerin Jenny Erpenbeck und der Autor Leif Randt. Darüber hinaus laden Essens- und Getränkestände zum Verweilen und Austausch ein.

Die Veranstaltung bietet die Gelegenheit, die Geschichte und Zukunft einer der wichtigsten Kultur- und Bildungseinrichtungen Berlins kennenzulernen und gemeinsam 125 Jahre Bibliothek für Berlin zu feiern.

Mehr Infos

 

Was macht eigentlich...?

Die Dr. Wilhelmy-Stiftung im Interview

Die Dr. Wilhelmy-Stiftung fördert den Klung-Wilhelmy-Wissenschafts-Preis. Dieser gehört zu den angesehensten Auszeichnungen für herausragende Nachwuchswissenschaftler in Physik und Chemie; fünf der bisherigen Preisträger erhielten später den Nobelpreis. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Förderung von Dr.-Ingenieurinnen in den MINT-Fächern in Kooperation mit dem VDE und VDI durch Prämierungen von herausragenden Dissertationen. Für sein Engagement wurde Dr. Lothar Wilhelmy mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse ausgezeichnet.

Was zeichnet für Sie einen herausragenden Nachwuchsforscher aus?

Ein herausragender Nachwuchsforscher zeichnet sich für mich vor allem durch wissenschaftliche Eigenständigkeit und den Mut aus, neue Wege zu gehen. Entscheidend ist nicht allein die Zahl der Veröffentlichungen, sondern ob jemand mit originellen Ideen ein Forschungsfeld wirklich voranbringt. Ebenso wichtig sind Präzision im wissenschaftlichen Arbeiten, Beharrlichkeit und die Fähigkeit, komplexe Fragestellungen kreativ zu lösen. Solche Talente früh zu erkennen und zu unterstützen ist ein zentrales Anliegen der Dr. Wilhelmy-Stiftung.

Welche Rolle spielen Stiftungen heute für die Wissenschaft?

Stiftungen spielen für die Wissenschaft eine wichtige Rolle, weil sie jungen Talenten zusätzliche Möglichkeiten eröffnen. Preise wie der Klung-Wilhelmy-Wissenschafts-Preis bieten Nachwuchswissenschaftlern nicht nur finanzielle Unterstützung, sondern auch Sichtbarkeit und Anerkennung. Die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses ist aus meiner Sicht eine wichtige Zukunftsaufgabe.

 
Dr.-Ing. Lothar Wilhelmy
Gründer der Dr. Wilhelmy-Stiftung - Mitglied seit April 2026

Die Stiftung Zahl und Logos im Interview

Sie haben ein Unternehmen (die Zahnklinikgruppe AllDent) mit fast 2.000 Mitarbeitern aufgebaut. Nun sind Sie Stifter geworden. Welche Zukunftsvision verbinden Sie mit Ihrer Stiftung?

Wir sind eine Unternehmerfamilie aus dem Gesundheitswesen, die schon immer viele Berührungspunkte zu anderen Bereichen aus den Natur- und Geisteswissenschaften hatte. Aus unserer Sicht sind in den letzten Jahren die einzelnen Fachgebiete immer weiter auseinandergerückt, das Wissen wurde immer mehr, aber eine gemeinsame Sprache ist verlorengegangen. Die Vision der Stiftung Zahl und Logos ist es, wieder zentrale und verbindende Elemente herauszuarbeiten.

Womit beschäftigt sich die Stiftung Zahl und Logos genau und was macht ihren Ansatz besonders?

Die Stiftung Zahl und Logos beschäftigt sich mit den grundlegenden Ordnungen und Prinzipien, die verschiedene Wissensfelder miteinander verbinden. Eine besondere Rolle spielt dabei die Zahl: Sie ist das zentrale Grundelement der Naturwissenschaften, weil sich unsere Welt mit nichts anderem so präzise beschreiben lässt wie mit ihr; zugleich begegnet sie uns ebenso in Mythen, Religion, Philosophie, Kunst und Kultur. Gerade dadurch wird sie zu einem verbindenden Element zwischen Natur- und Geisteswissenschaften — ein Zusammenhang, den die Stiftung wissenschaftlich untersuchen und herausarbeiten möchte.

Wie wählen Sie Forschungsprojekte oder Initiativen aus, die von der Stiftung gefördert werden?

Die Stiftung fördert wissenschaftliche Projekte von Forschern, Universitäten und Institutionen, die die Zahl in ihrer universellen, das heißt ordnenden und inhaltlichen Dimension untersuchen. In Betracht kommen neben wissenschaftlichen Arbeiten in einzelnen Bereichen der Natur- und Geisteswissenschaften ebenso Projekte aus Kunst und Kultur, die den universellen Charakter der Zahl in den Vordergrund stellen — ohne Bezug zu esoterischen oder rein spekulativen Ansätzen.

Dr. Dr. Ruben Stelzner
Vorstand Stiftung Zahl und Logos - Mitglied seit April 2026

Foto: Dr. Dr. Ruben Stelzner und Dr. Michael Stelzner
 

Neumitglieder

Die Bürgermeister-Reuter-Stiftung engagiert sich seit Jahrzehnten für Menschen in Berlin – mit dem Anspruch, gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen und lebenswerte Räume zu gestalten.

Getragen vom Werteverständnis ihres Namensgebers Ernst Reuter, dem ersten Regierenden Bürgermeister von West-Berlin, versteht sich die Stiftungsgruppe als Wegbereiterin für Menschen, die nach Berlin kommen, hier leben und die Zukunft der Stadt mitgestalten.

Mit ihren drei Bereichen verbindet die Stiftung unterschiedliche Lebenswelten und Generationen.

Über die Sozialen Dienste begleitet sie Kinder, Jugendliche und Familien – im Alltag ebenso wie in herausfordernden Lebenssituationen.

Mit Home in Berlin schafft sie Wohnraum und Gemeinschaft für Studierende und Auszubildende aus über 141 Nationen und fördert Begegnung, Zusammenleben und internationale Perspektiven mitten in Berlin.

Über den Immobilienservice Bürgermeister Reuter (IMS) und die Stiftungshotels – Hotel Waldzeit Berlin Grünau, Hotel Lützow Tiergarten und Airport Hotel Adlershof – begrüßt die Stiftungsgruppe täglich Menschen aus aller Welt und schafft Orte des Ankommens, der Gastfreundschaft und der Begegnung.

Mit mehr als 330 Mitarbeitenden leistet die Bürgermeister-Reuter-Stiftung einen aktiven Beitrag zu einer sozialen, vielfältigen und zukunftsfähigen Stadtentwicklung in Berlin.

Die Vorstandsvorsitzende Anja Landvoigt beschreibt den Anspruch der Stiftung so:

„Wir möchten Brücken bauen – zwischen Menschen, Generationen und Lebenswelten. So verstehen wir unseren gesellschaftlichen Auftrag in Berlin – heute und in Zukunft.“

Als neues Mitglied bei Berliner Stiftungen e.V. freut sich die Bürgermeister-Reuter-Stiftung darauf, ihre Perspektiven einzubringen, voneinander zu lernen und gemeinsam Wirkung für Berlin zu entfalten.

 

Zum Mitmachen

Wir möchten den Newsletter gemeinsam gestalten!

Senden Sie uns Ihre Veranstaltungshinweise, Ausschreibungen, Projektberichte oder Personalnachrichten bis zum 25. des Vormonats an: lilli.czeslik@berlinerstiftungen.de

 

Zum Schluss

»Zusammen wirken – sichtbar machen – voneinander lernen.«

Unter diesem Motto verstehen wir den Newsletter als Plattform für alle Berliner Stiftungen. Wir freuen uns auf Ihre Beiträge, Ideen und Rückmeldungen!

 
 

Verantwortlich im Sinne des Presserechts: Simon Braun

VORSTAND
Dr. Anna Kraftsoff 
Isabelle von Stechow
Steffen Schröder

KONTAKT
Simon Braun
Geschäftsführung Berliner Stiftungen e.V.

M   +49 1522 88 00 55 6
@   simon.braun@berlinerstiftungen.de
W   www.berlinerstiftungen.de

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