NEWSLETTER AUSGABE 05 | MAI 2026

17. BERLINER STIFTUNGSWOCHE:
STARKE BETEILIGUNG

 

Liebe Mitglieder, 

auch in dieser Ausgabe halten wir Sie über Aktuelles aus dem Berliner Stiftungswesen auf dem Laufenden. Sie finden Hinweise auf kommende Termine, Einblicke in Entwicklungen aus dem Sektor sowie ausgewählte Informationen, die für Ihre Arbeit relevant sind.

Wir freuen uns, wenn der Newsletter Sie bei Ihrer täglichen Stiftungsarbeit unterstützt und Anknüpfungspunkte für Austausch und Vernetzung bietet.

Viel Freude beim Lesen!

Ihr Team von Berliner Stiftungen e.V.

 

Kommende Veranstaltungen – Save the Date!

11. Juli 2026⎜9:00-12:00 Uhr⎜Berlin-Saal der Zentral- und Landesbibliothek

Gemeinsam Wirkung entfalten – Stiftungen im Dialog mit der Berliner Verwaltung

Hinweis: Der Eingang zum Berlin-Saal der ZLB befindet sich in der Breiten Straße 36.

Zur Anmeldung

Rückblick auf eine erfolgreiche Stiftungswoche

Ein herzliches Dankeschön an alle Beteiligten der Berliner Stiftungswoche 2026: Mit insgesamt 109 Programmpunkten, gestaltet von 58 teilnehmenden Organisationen, hat die Woche eindrucksvoll die Vielfalt, das Engagement und die Innovationskraft des Berliner Stiftungssektors sichtbar gemacht.

Große Resonanz auf die Berliner Stiftungsrede 2026

Mit der Stiftungsrede im Roten Rathaus eröffnete Prof. Dr. Norbert Lammert die Berliner Stiftungswoche 2026 und betonte die zentrale Bedeutung zivilgesellschaftlichen Engagements für die Resilienz der Demokratie. Vor dem Hintergrund globaler Umbrüche und einer „doppelten Zeitenwende“ machte er deutlich, dass demokratische Ordnungen kein Selbstläufer sind, sondern kontinuierlich gefestigt werden müssen. Entscheidend sei dabei vor allem die aktive Mitwirkung der Bürgergesellschaft, denn: „Der Staat stellt die Hülle zur Verfügung, die Substanz muss aus der Bürgerschaft kommen.“

Die Berliner Stiftungsrede 2026 stieß auf außergewöhnlich großes Interesse: Über 550 Personen hatten ihr Interesse an einer Teilnahme bekundet. Aufgrund der begrenzten Kapazitäten konnten wir leider nicht alle Anmeldungen berücksichtigen.

Für unsere Mitglieder standen selbstverständlich feste Platzkontingente zur Verfügung. Wir freuen uns sehr über die große Resonanz und das anhaltend hohe Interesse an diesem zentralen Programmpunkt der Stiftungswoche.

Politisches Stiftungsfrühstück im Capital Club

Beim Politischen Stiftungsfrühstück im Capital Club am 14. April wurde außerdem deutlich, dass demokratische Werte nicht nur nach außen vertreten, sondern vor allem innerhalb von Organisationen gelebt werden müssen. Studienergebnisse unterstrichen dabei, dass Arbeitskultur und Mitbestimmung zentrale Faktoren für demokratische Teilhabe sind und weit über den Arbeitsplatz hinaus wirken.

 

Aus dem Netzwerk

Vielfalt stiften: Bewerbungsphase gestartet

Am 20. April 2026 ist die neue Bewerbungsphase für das bundesweite Förderprogramm „Vielfalt stiften“ gestartet. Das Programm der Deutschlandstiftung Integration richtet sich an engagierte junge Menschen mit Migrationsbiografien, die den Stiftungssektor aktiv mitgestalten möchten.

Im Rahmen des Programms werden Stipendien für dreimonatige Hospitationen sowie für einen Förderzeitraum innerhalb einer 24-monatigen Trainee-Stelle vergeben. Neben praktischen Einblicken in die Stiftungsarbeit profitieren die Teilnehmenden von einem umfassenden Begleitprogramm mit Workshops und Seminaren.

„Vielfalt stiften“ verfolgt das Ziel, die Diversität im deutschen Stiftungswesen nachhaltig zu stärken und neue Perspektiven in die Arbeit von Stiftungen einzubringen. Gefördert wird das Programm von der Robert Bosch Stiftung, der Stiftung Mercator sowie der ZEIT STIFTUNG BUCERIUS.

Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 10. Mai 2026.

Zur Ausschreibung

Ausstellung in Kooperation mit der UdK Berlin

Die Parkinson Stiftung lädt herzlich zu einer besonderen Ausstellung ein, die in Zusammenarbeit mit der Klasse Illustration der Universität der Künste Berlin entstanden ist: Unter dem Titel „Parkinson – Information, Empathie und Ermutigung durch Grafik, Comic und Illustration“ präsentieren Studierende Arbeiten, die sich sensibel und kreativ mit den Erfahrungen von Menschen mit Parkinson und ihren Angehörigen auseinandersetzen.

Die Ausstellung wird am Donnerstag, 21. Mai 2026, ab 18:00 Uhr in der Jarmuschek + Partner Gallery in Berlin eröffnet und bietet einen inspirierenden Abend an der Schnittstelle von Kunst, Information und Empathie.

Zur Anmeldung

Demokratische Werte stärken – Zivilgesellschaft im Fokus

Die Maecenata Stiftung lädt gemeinsam mit der Konrad-Adenauer-Stiftung und der Allianz „Rechtssicherheit für politische Willensbildung“ zu einer dreiteiligen Veranstaltungsreihe ein, die sich mit aktuellen Herausforderungen für die Zivilgesellschaft und die Demokratie auseinandersetzt.

Unter dem Titel „Demokratische Werte stärken – Zivilgesellschaft im Fokus“ diskutieren Vertreter:innen aus Politik, Wissenschaft und Praxis über Fragen von Neutralität und Haltung, den Umgang mit Polarisierung sowie die Verantwortung zivilgesellschaftlicher Akteure. Ziel ist es, unterschiedliche Perspektiven zusammenzubringen und eine konstruktive Streitkultur zu fördern.

Die drei Termine finden am 28. Mai, 11. Juni und 23. Juni 2026 an verschiedenen Orten in Berlin statt und bieten im Anschluss Gelegenheit zum Austausch.

Weitere Informationen und Anmeldung

VOICE Albert O. Hirschman Preis 2026

Die Stiftung Kommunikationsaufbau hat die Ausschreibung für den VOICE Albert O. Hirschman Preis 2026 gestartet. Ausgezeichnet werden Projekte und Beiträge, die sich für eine lebendige demokratische Kultur einsetzen, insbesondere durch die Förderung von Dialog, Widerspruch und gesellschaftlicher Teilhabe.

Der Preis ist mit 15.000 Euro verbunden und richtet sich an Initiativen mit öffentlicher Wirkung, die im vergangenen Jahr entstanden sind. Vorschläge und Bewerbungen können bis zum 21. Juni 2026 eingereicht werden.

Die Preisverleihung ist für Herbst 2026 im tak Theater Aufbau Kreuzberg in Berlin geplant.

Weitere Informationen und Bewerbung

 

Was macht eigentlich...?

krisenchat im Interview

Was macht krisenchat und an wen richtet sich Ihr Angebot?

krisenchat ist Deutschlands größte digitale Krisenberatung für Kinder und Jugendliche in seelischen Notlagen. Junge Menschen unter 25 können sich rund um die Uhr, kostenlos und anonym per Chat an unser psychosozial geschultes Beraterteam wenden. Unser Angebot versteht sich als Kurzzeitintervention: Wir sind da, wenn Sorgen zu groß werden, entlasten im Moment und begleiten im Bedarfsfall bei der Suche nach weiterführender Hilfe.

Mit welchen Anliegen wenden sich junge Menschen aktuell besonders häufig an Sie, und welche Entwicklungen beobachten Sie dabei?

Die Bandbreite reicht von Familienkonflikten und Mobbing über Zukunftsängste und Leistungsdruck bis hin zu Depressionen, Selbstverletzung, Kindeswohlgefährdung und Suizidgedanken. Auffällig ist, dass Einsamkeit und soziale Isolation deutlich an Gewicht gewonnen haben – ein Befund, der sich mit der aktuellen Forschung deckt, wonach jeder vierte junge Mensch zwischen 16 und 24 sich häufig einsam fühlt. Gleichzeitig sehen wir, dass digitale Lebensrealitäten – soziale Medien, Schönheitsideale, permanente Vergleichbarkeit – belastende Verstärker sind.

Viele junge Menschen nehmen über digitale Angebote erstmals Hilfe in Anspruch. Welche Rolle spielt Chatberatung dabei, neue Zielgruppen zu erreichen?

Der Chat ist für viele junge Menschen der erste Schritt überhaupt – oft lange bevor sie sich an eine Beratungsstelle vor Ort wenden würden. Niedrigschwelligkeit, Anonymität und die Möglichkeit, sich schriftlich zu sortieren, senken die Hürde enorm. Besonders erreichen wir damit Gruppen, die im klassischen Hilfesystem sonst schwer anzutreffen sind, etwa junge Menschen mit belastenden Familiensituationen oder mit Stigmatisierungserfahrung. 

Wie hat sich die Statistik zu psychischen Belastungen bei jungen Menschen in den letzten Jahren entwickelt?

Rund zwei Millionen der 15- bis 24-Jährigen in Deutschland gelten heute als psychisch belastet, und weltweit beginnen etwa 62 Prozent aller psychischen Erkrankungen vor dem 25. Lebensjahr. Seit der Coronapandemie sehen wir eine anhaltend hohe Belastung, die sich durch die Dauerpräsenz heftiger globaler Krisen weiter verstärkt. Gleichzeitig steigen die Wartezeiten für Therapieplätze weiter an, oft sechs Monate. Diese Versorgungslücke ist genau der Raum, in dem digitale Ersthilfe gebraucht wird.

Peter Rosenberger, Head of Partnerships

 

Neumitglieder

Die Stephanus-Stiftung ist eine diakonische Organisation in Berlin und Brandenburg. Seit ihrer Gründung im Jahr 1878 engagiert sie sich für Menschen in unterschiedlichen Lebenssituationen und setzt sich für gesellschaftliche Teilhabe und ein respektvolles Miteinander ein.

Heute begleitet und unterstützt die Stiftung gemeinsam mit ihren Tochtergesellschaften täglich rund 10.000 Menschen an zahlreichen Standorten – unter anderem in den Bereichen Wohnen und Assistenz für Menschen mit Beeinträchtigung, Pflege und Betreuung im Alter, Bildung, Kinder- und Jugendhilfe sowie Beratung und Hospizarbeit.

Als neues Mitglied im Verein Berliner Stiftungen bringt die Stephanus-Stiftung ihre diakonische Perspektive und langjährige Erfahrung ein. Ziel ist es, gemeinsam Verantwortung zu übernehmen, Impulse zu setzen und Lebensräume in Berlin und Brandenburg nachhaltig positiv zu gestalten.

Ansprechpartnerin ist Sabine Schmidt.

Bild: Fotostudio Vonderlind

 

Zum Mitmachen

Wir möchten den Newsletter gemeinsam gestalten!

Senden Sie uns Ihre Veranstaltungshinweise, Ausschreibungen, Projektberichte oder Personalnachrichten bis zum 25. des Vormonats an: lilli.czeslik@berlinerstiftungen.de

 

Zum Schluss

»Zusammen wirken – sichtbar machen – voneinander lernen.«

Unter diesem Motto verstehen wir den Newsletter als Plattform für alle Berliner Stiftungen. Wir freuen uns auf Ihre Beiträge, Ideen und Rückmeldungen!

 
 

Verantwortlich im Sinne des Presserechts: Simon Braun

VORSTAND
Dr. Anna Kraftsoff 
Isabelle von Stechow
Steffen Schröder

KONTAKT
Simon Braun
Geschäftsführung Berliner Stiftungen e.V.

M   +49 1522 88 00 55 6
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